Fischplage im Itzstedter See
Im Itzstedter im Kreis Segeberg hat sich in der letzten Woche ein mysteriöser Massenfischtod ereignet. Nach anfänglichem Verdacht auf eine böswillige Straftat ist die Ursache nun geklärt: den Fischen habe es aufgrund des starken Algenwachstums allein an Sauerstoff gemangelt.
2 Tonnen toter Fisch
Bereits am Donnerstag sind nach Aussage der Itzstedter Ordnungsbehörde Weißfische, Karpfen und Brassen auf dem See getrieben, weshalb sie das beliebte Freibad erst einmal auf Weiteres geschlossen haben – zur Sicherheit der Menschen. Am nächsten Tag wurden weitere 100 tote Rotaugen, Rotfedern und andere Fische gefunden, die mit dem Bauch nach oben auf dem See geschwommen sind und an Land getrieben wurden. Die örtliche Feuerwehr sammelte dabei insgesamt über zwei Tonnen tote Fischkadaver ein.
Die Aufruhr in Itzstedt war groß, nicht nur unter Anglern und Badefreunden, sondern auch unter den Einwohnern des beschaulichen Städtchens. Habe es da jemand auf die Fische abgesehen und hat absichtlich Giftstoffe in den See geleitet? Die Umweltschutzpolizei hat das gesamte Ufer des Sees untersucht und ausgesagt, dass es keinerlei Anhaltspunkt für eine Straftat geben würde.
„Ein natürlicher Zyklus durch starke Sonneneinstrahlung“
Die Ursache blieb lange ungeklärt. Mögliche Gründe standen zur Auswahl, Gewissheit erlangte man erst nach ein paar Tagen: durch das starke Algenwachstum im See hat den Fischen schlichtweg der Sauerstoff zum Leben gefehlt und sind daraufhin gestorben. Leiter der Wasserbehörde des Kreises Segeberg meinte, dass es sich dabei „um einen natürlichen Zyklus durch starke Sonneneinstrahlung handelt“ und deswegen keine weitere Gefahren für den Menschen bestehen würde.
Nun bleibt noch das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung der toten Tiere abzuwarten, bis der See wieder zum Baden freigegeben werden kann. Die dort ansässigen Fischer und Naturfreunde trauern aber natürlich trotzdem um ihr Fanggut für den Sommer!